Elberfeld-Mitte Bildung und Kultur 2014 Schamp + Schmalöer

Lesesaal der Bergischen Universität Wuppertal

Dem Ort des Lernens und des Wissens eine besondere Form geben: dieses Entwurfskonzept verfolgten die Architekten Schamp und Schmalöer beim Neubau des Lesesaals der Universitätsbibliothek. Weithin von der Stadt sichtbar steht die kreisrunde Form in wohltuendem Kontrast zur polygonalen Struktur des Bestandes und "annektiert" das morbide anmutende Betondach der Bibliothek als Baugrund.

Neben der eigenen Form wird auch in der Materialität überzeugend der Gegensatz gesucht; die cleane und perfekte Glas- und Metallfassade mit den markanten Zinkblechschuppen kontrastiert mit dem alten und vergammelten Sichtbeton des Gebäudebestandes.

Die Erschließung des Lesesaals erfolgt über den muffigen, engen, dunklen und deutlich in die Jahre gekommenen Gebäudebestand der Universität.

Betritt man den neuen Lesesaal, ist auch hier der Kontrast und damit der dramaturgische Effekt maximal. Sehr wirkungsvoll wird der Raum inszeniert. Durch die enorme Höhe des Lesesaals und des Ausblicks auf die Stadt durch die riesigen Panoramascheiben wirkt der Raum luftig und leicht, ein Ort am dem man sich gerne aufhält und sich wohlfühlt.

Die gekonnte und sehr genaue Analyse des Bauortes, der Umgebung und der daraus resultierenden Gestaltung des Lesesaals, führen zu einer sehr überzeugenden Inszenierung des Raums, die mit einer Anerkennung zu würdigen ist.

Jury, Auszeichnung Guter Bauten 2014

BDA Wuppertal Auszeichnung Guter Bauten 2014 - Anerkennung

© Fotos: Lesesaal - Bibliothek Universitt Wuppertal / Hans Juergen Landes 2012 ·

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