Elberfeld-Mitte Schwebebahn 1982 Wolfgang Rathke

Schwebebahnhof Ohligsmühle

Im Bankenviertel Elberfelds errichteten die Wuppertaler Stadtwerke Anfang der 1980er Jahre neben der Haltestelle Alter Markt in Barmen den zweien Neubau eines Schwebebahnhofs nach dem Krieg. Der Bau ist in einfachen, sachlichen Formen entworfen. Transparenz und Funktionalität waren die entscheidenden Zielsetzungen des Entwurfs. Alle Funktionen sind deutlich ablesbar und in ihrer Gestaltung minimalisiert worden. Der gläserne Kubus der Haltestelle, der mit seinen Dächern die Neigung der Stahlträger des Tragsystems aufgreift, ist in die Konstruktion der tragenden Stahlrohre eingehängt. Ein unteres Bügelpaar nimmt den Bahnsteigtrog auf, der zur einen Seite mit dem Treppenaufgang und zur anderen mit dem eigentlichen Bahnsteig auskragt. Während die Glaskonstruktion auf dem unteren Trog aufliegt, ist das Gerüst der Schwebebahn vom oberen Bügelpaar abgehängt.

Im Zuge des Neubaus der gesamten Schwebebahnstrecke sowie fast aller Bahnhöfe wurde auch die Schwebebahnhaltestelle Ohligsmühle im Jahr 2000 saniert und ausgebaut. Der Bahnhof erhielt gläserne Aufzüge, eine verbreiterte Zugangsbrücke und eine neue Farbgebung in Silbergrautönen und Blau. Der Ersatz der Plexiglasscheiben durch VSG-Gläser lässt die ursprüngliche Transparenz und Klarheit neu entstehen. jb/ Ergänzung zum Umbau: Markus Rathke

© Fotos: Schwebebahnhof Ohligsmuehle / Sigurd Steinprinz 2007 ·

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