Elberfeld-Mitte Bildung und Kultur 1952 - 1958 Friedrich Hetzelt

Berufskolleg Elberfeld

Die Schule besteht aus drei Baukörpern. 1952 wurde der im Krieg zerstörte, aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammende, neungeschossige Altbau an der Straße Döppersberg in modifizierter Form wieder aufgebaut und mit einem viergeschossigen Verbindungstrakt über den vorhandenen Flutgraben hinweg fünfgeschossig ergänzt. Mit Form und Konzept dieser Erweiterung reagierte der verantwortliche Beigeordnete konsequent auf die Lage an der gerade als neueste verkehrsplanerische Errungenschaft von ihm selbst durchgesetzte Bundesallee als Wuppertals Hauptverkehrsader. Alle Unterrichtsräume des Erweiterungstraktes liegen auf der von der Straße abgewandten Seite. Die Ausformulierung der funktionalen Rückseite zur gestaltprägenden Straßenfassade in den Obergeschossen mit ausgestellten Klinkerelementen und schmalen Fensterschlitzen macht dieses Anliegen besonders deutlich.

Die Aula, zum Innenhof ausgerichtet, erstreckt sich über zwei Geschosse und steht auf schlanken Säulen in den Schulhof hinein. Die Bleiverglasung der Fensterfront stammt von Hans Kuhn (Berlin). Der Hermes am Gebäude Bahnhofstraße wurde von Ernst Oberhoff (Wuppertal) entworfen.

Ab 1999 erfolgte im Rahmen einer Gesamtsanierung die Überarbeitung des inneren und vor allem des äußeren Farbkonzeptes. Auf dem Trakt Döppersberg wurde als neuer Gebäudeabschluss die Ökostation „Bauen und Technik" eingerichtet. Das Erdgeschoss an der Bundesallee dient als attraktive Schülercafetria. Die Außenanlagen wurden neu formuliert und sind mit der Verbindung zum Schwebebahnhof Kluse zu einer Einheit verschmolzen. Prof. Ulrich Pötter

© Fotos: Berufskolleg Elberfeld / Steinprinz, Sigurd 2007 · Berufskolleg Elberfeld / Sigurd Steinprinz 2015 ·

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