Elberfeld-Mitte Geschäfts-und Bürobauten 1927 - 1929 Paul Fliether

Bergische IHK

In Korrespondenz zum Gebäude der Preußischen Reichsbank entstand das Ende der 1920er Jahre fertig gestellte Geschäftsgebäude der Industrie- und Handelskammer für die Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen. Über einem U-förmigen Grundriss erhebt sich der fünfgeschossige, mit Naturstein verkleidete Baukörper. Die schmucklose Fassade, die einzig durch die gleichartigen Fensterachsen eine Gliederung erfährt, zeigt im Erdgeschoss eine Reihe großer Rundbogenfenster, die den Eindruck eines Arkadengangs bietet. Den oberen Abschluss bildet ein flach geneigtes Walmdach, unter dessen Traufe Gebälkköpfe aus Stein angedeutet sind.

Das Gebäude der IHK ist ein typisches Beispiel für die Bürohausarchitektur der späten 1920er Jahre, die auf den Traditionen klassizistischer Ordnung beruht, diese aber nur noch rudimentär verarbeitet. Details in der Fassadengestaltung fallen meist zu Gunsten einer sachlich schlichten Formauffassung weg. jb

© Fotos: Bergische IHK / Mathias Busmann ·

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