Barmen Einfamilienhaus 1926 - 1927 Hans Heinz Lüttgen

Haus Dr. Fischer

Fast zeitgleich mit dem Haus Dr. Grobel errichtete Lüttgen Ende der 20er Jahre das Haus Dr. Fischer an den Südhängen Barmens. Auch hier ist er konsequent der architektonischen Formensprache des Neuen Bauens gefolgt. Kubische Körper, Flachdächer, Fensterbänder und feine Betongesimse prägen den Charakter des Hauses. Das Erdgeschoss des dreigeschossigen Baues hat Lüttgen mit horizontal gegliederten Ziegelsteinen verkleiden lassen, während die Obergeschosse verputzt sind. Typisch für das Haus Dr. Fischer wie auch das Haus Dr. Grobel ist, dass Lüttgen bei der inneren Organisation im Wesentlichen den traditionellen Wohnformen der Jahrhundertwende folgte und im Erdgeschoss neben dem Musikzimmer ein Herrenzimmer vorsah, in die Obergeschosse Schlaf-, Kinder- und Dienstmädchenzimmer legte.

Die in den siebziger Jahren im Attikabereich mit Eternitschindeln verkleidete Fassade wurde vollständig freigelegt. Aluminiumfenster wurden durch Holzfenster mit ursprünglicher Teilung in taubenblauem Farbton ersetzt. Die erneuerten Dachabschlüsse orientieren sich an dem ursprünglichen Vorbild mit zierlich ausgebildeter Dachkante. Die Fassade wurde entsprechend dem Urzustand mit rosa durchgefärbtem Putz versehen. Zahlreiche Originalbestandteile der Inneneinrichtung konnten freigelegt und wieder hergestellt werden. jb/ Ergänzung zur Restaurierung: Prof. Will Baltzer

© Fotos: Haus Dr. Fischer / Sigurd Steinprinz · Haus Dr. Fischer / Steinprinz, Sigurd 1993 ·

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