Barmen Bildung und Kultur 1907 Carl Moritz

Opernhaus

Das heutige Opernhaus ist ein kostengünstiger, vereinfachender Wiederaufbau, für den bewusst eine konservative Formensprache gewählt wurde. 1939 war der historistische Bau von 1907 grundlegend umgestaltet worden. Im Krieg wurde der Zuschauerbereich völlig zerstört. Das Bühnenhaus ist erhalten geblieben und nur in seiner äußeren Gestaltung vereinfacht worden. Das Zuschauerhaus wirkt durch sein Material und den Verzicht auf Zierelemente kubischer als die Vorgängerbauten. Über dem Windfang des Erdgeschosses springt eine halbrunde Fensterfront hervor, die vereinfacht immer schon die Fassade des Baues geprägt hatte. Seitlich verbergen sich die in den 50er Jahren neu angelegten Treppenhäuser, jeweils zwei ineinander gedrehte Spiralen mit großen Augen. Entscheidende Umgestaltungen wurden von Hetzelt im Zuschauerraum vorgenommen. Aus drei Rängen mit Seitenlogen machte er zwei an den Seiten gestaffelte Ränge mit Hochparkett. Der Zuschauerraum wird umfangen von konstruktiven Säulen ohne Kapitell und Basis, hinter denen die Zugänge zu den Sitzreihen verlaufen. Die Deckengestaltung stammt von Ludwig Gies. Die Stuckreliefs des Foyers stammen von Hans van Breck, der Teppichboden von Ernst Oberhoff. Das Kantinenwandbild gestaltete Hans Kuhn.

Seit Herbst 2006 wird das Opernhaus im Zuge einer umfangreichen Brandschutzsanierung umgestaltet. jb

© Fotos: Opernhaus / Steinprinz, Sigurd 2007 ·

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